Das politische Versagen beim Schwimmen in den Medien
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In Bayern ertrinken die meisten Menschen

Quelle: DLRG

Am 1. Juni gab die DLRG auf einer Pressekonferenz die Zahlen für das Jahr 2016 bekannt.

Trauriges Ergebnis: Bayern ist leider Spitze in der Bundesrepublik bei der Anzahl der ertrunkenen Menschen – in keinem anderen Bundesland sind es auch nur annähernd 91 Personen.

Die DLRG macht für diese auch bundesweit erschreckende Entwicklung nicht zuletzt den Sparsamkit am falschen Platz von Gemeinden und Ministerien verantwortlich, der zu immer weniger Schwimmunterricht in den Schulen führe, so der geschäftsführende Vizepräsident der DLRG, Achim Haag: “Wer Bäder schließt, um Kosten zu senken, handelt fahrlässig und verantwortungslos”, kritisierte er. Mittlerweile habe etwa jede vierte Grundschule keinen Zugang zu einem Bad. Während bei den heute über 60-Jährigen noch 56 Prozent in der Grundschulzeit das Schwimmen erlernten, seien dies bei den 14- bis 29-Jährigen nur noch 36 Prozent.

Dazu unsere Präsidentin Barbara Roth: Nur in der Schule erreichen wir alle und Schwimmen lernt man nur im Wasser. Staatliche Förderung von privaten Schwimmkursen – wie in München – ist eine gut gemeinte Idee. ABER damit erreichen wir nur wenige Kinder und schon gleich gar nicht die Kinder, die aus “schwimmfernen Elternhäusern” kommen. Das einzige was hilft, ist den Lehrplan in Bayern ein zu halten. DA steht Schwimmen drin. Dazu braucht es z. B. in München, Neuhausen-Nymphenburg dringend den Bau eines Schulschwimmbads (100.000 Einwohner OHNE Schulbecken!), wie an vielen Orten in Bayern. In anderen Regionen wäre mit guter Koordination aller Beteiligten und kreativen Lösungen möglich, dass alle Kinder einige Wochen pro Jahr schwimmen gehen – wo ein Wille der Entscheider, da (meistens) ein Weg.

Hier finden Sie zur eigenen Information die Präsentation der DLRG zum Download.

Weitere Informationen auf unserer Themenseite SCHWIMMEN.

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