EIN SURFBOARD UND EINE YOGAMATTE…

Foto: Goffaux

Sport als Beruf (-ung)

Im Alter von 7 Jahren war es bereits passiert. Ich habe mich von Kopf bis Fuß in die französische Atlantikküste verliebt. Die endlosen goldgelben Sandstrände, die Wellen und der strah- lend blaue Himmel der Gegend ließen mich nicht mehr los.
Was anfangs nur im Urlaub möglich war, ist bereits im Studentinnenalter zu meinem Lebensinhalt geworden. Mit 21 habe ich Wellenreiten gelernt, im Surfcamp und Surf- shop gearbeitet und nichts an Tätigkeiten ausgelassen, was mich, egal wo, mit diesem unglaublich faszinierenden Sport verbindet. Ich studierte Diplomsport in Köln, lebte für das Surfen und war im Deutschen Wellenreit Verband in allen Bereichen von Ausbildung, Wettkampforganisation bis Vorstandsfunktion tätig.
Es war mir möglich, trotz meinem „späten“ Start in dem Sport, mich für die Nationalmannschaft zu qualifizieren und an 4 Europameisterschaften und 4 Weltmeisterschaften teilzunehmen. Ich bin für das Surfen auf Reisen gegangen, habe viel gelernt und habe interessante Einblicke in die internationale Surfszene gewonnen.

Meine nach wie vor uneingeschränkte Surfbegeisterung hat sich so entwickelt, dass ich seit 2006 mit meinem Mann, einem Südwestfranzosen und Surfer, mein eigenes Surfcamp in Contis Plage, Aquitaine, in Frankreich betreibe. Wir leben hier mit unseren beiden Kindern (11 und 8 Jahre), die sich beide genauso in den Sport verliebt haben wie wir.
Die Liebe zum Ozean ist für mich das Lebenselexier und es ist für mich ein Bedürfnis, es zu teilen und anderen beizu- bringen. Im Diplomsportstudium in Köln habe ich die Basis erlernt, beim Surfenlehren auf der ganzen Welt unglaublich viel Erfahrung und Freude am Sportunterricht dazu gewon- nen. Es gehören ebenfalls Administration und Management dazu aber das ist die Pflicht, die Kür ist am Strand zu sein und zu unterrichten. Sobald ich am Strand bin, weiß ich, dass alles richtig war und ich mit niemandem tauschen möchte.

Yoga ist als zweite große Leidenschaft im Alter von 40 Jahren dazu gekommen. Zunächst als Rettungsanker, um Rückenproblemen vorzubeugen. Die Yogapraxis ist in mein Leben eingezogen und hat mir nochmal verdeutlicht, wie gut, richtig und gesund es für mich war, den Lebensweg gewählt zu haben. Inzwischen habe ich einige konstante Yogagruppen bei uns am Ort. Das ganze Jahr kommen viele aus der Gegend zu mir. Im Sommer freue ich mich, Touristinnen und Touristen am Strand zu unterrichten!

Xenia Goffaux, DSLV Mitglied, Diplomsportlehrerin, Surf- und Yogalehrerin (diverse Ausbil- dungen, auch Institut für Yoga und Gesundheit Teil I und II) www.go4surf.com und go4yoga auf facebook

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